Die Insel Hiddensee

Die Insel Hiddensee liegt westlich von Rügen in der Ostsee. Das Besondere ist, dass der private Autoverkehr hier vollständig verboten ist. Hiddensee ist seit 1990 Bestandteil des Nationalparks Vorpommersche Bodenlandschaft. Hier findet man noch eine Naturlandschaft mit einer natürlichen Küste. Man trifft auf Flachküsten, Bodden, Nehrungen, Strandseen und auch ein Kliff.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist hier einmalig. So gibt es hier die Zwergseeschwalbe, eine vom Aussterben bedrohte Vogelart. Auch Kraniche und Wattvögel haben hier ein geschütztes Rast- und Brutgebiet.

Der Name „Hedinsey“ bedeutet so viel wie die „Insel des Hedin“. Der Norwegerkönig Hedin soll hier sowohl um eine Frau als auch um Gold gekämpft haben. Später wurde dann der Name „Hedins-Oe“ unter dänischer Herrschaft gebraucht und von den Einwohnern zu Hiddensee gemacht.

Vor 100 Jahren war es noch sehr kompliziert auf die Insel Hiddensee zu gelangen. Man musste sich vom Tourenschiff Stralsund-Breege/Wittow abholen lassen. Dazu wurde ein Fährmann gerufen, der die Passagiere zunächst auf die Fährinsel brachte. Heute dient diese Fährinsel Vögeln als Brutgebiet.

Auch nachdem es erste Dampfer gab, die die Insel ansteuerten blieb die Zahl der Urlauber sehr überschaubar. 1905 entstand dann eine Landungsbrücke für Motorboote. Trotzdem blieb die Insel eher verschont von vielen Touristen, da es keine Kurhäuser, Tennisplätze oder andere touristische Attraktionen gab. Stattdessen wurde Hiddensee zu einer Künstlerinsel, da gerade Schriftsteller, Poeten, Schauspieler und auch Maler die beschauliche Ruhe und unberührte Natur sehr anziehend fanden.

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